Revier & Jagd — Wild aus den Thüringer Wäldern
Wildhandel Kittelmann ist ein Ein-Jäger-Betrieb: Ingo Kittelmann jagt in den Revieren rund um Drognitz selbst, zusammen mit seinem Jagdfreund Apollo und Nachsuchehündin Queeny. Kein Zwischenhandel, kein Gehegewild — Wild aus freier Wildbahn direkt in die eigene Wildkammer.
Wild aus den Revieren rund um Drognitz
Wildhandel Kittelmann ist ein Ein-Jäger-Betrieb: Ingo Kittelmann erlegt, versorgt und vermarktet das Wild aus den Revieren rund um Drognitz im Thüringer Schiefergebirge selbst. Kein Zwischenhandel, kein Gehegewild, keine anonyme Herkunft — sondern Wildfleisch, dessen Weg vom Ansitz bis in die Wildkammer nachvollziehbar ist.
Bejagt wird das ganze Jahr über, dem gesetzlichen Rahmen und den Jagdzeiten der Länder Thüringen und Sachsen entsprechend: Reh- und Rotwild, Wildschwein, Muffelwild. Die Reviere liegen in Mischwäldern des Thüringer Schiefergebirges — Fichte, Buche, Eiche — und im angrenzenden Grünland. Wir jagen dort, weil wir die Reviere seit Jahrzehnten kennen: das Wild, die Wechsel, die Einstände.
Ingo und Apollo — Jäger unter Freunden
Manche Ansitze und Bewegungsjagden bestreitet Ingo alleine, andere zusammen mit seinem langjährigen Jagdfreund Apollo. Zwei Jäger, die sich vertrauen — auf dem Hochsitz genauso wie beim Zerwirken danach. Die Fotos aus dem Revier zeigen, was Wildhandel Kittelmann im Kern ist: echtes Handwerk, gewachsene Freundschaften, ein Jahr, das der Jagdsaison folgt.
Ansitz, Bewegungsjagd, Nachsuche
Die meisten Stücke fallen im ruhigen Ansitz — vor der Dämmerung oder zum Sonnenuntergang, allein am Hochsitz. In den Wintermonaten kommen Bewegungsjagden dazu: mehrere Jäger, klare Absprachen, kurze Strecken. Diese Jagdart schont das Wild und schont den Jäger: das Wild bewegt sich in Ruhe, der Schuss wird nur abgegeben, wenn Ansprache und Sicherheit stimmen.
Nachsuche mit Queeny
Was Nachsuche bedeutet
Nicht jeder Schuss auf Schalenwild trifft so, wie ihn der Jäger im Anschuss angenommen hat. Manchmal ist der Treffersitz nicht sofort tödlich, das Stück flüchtet und muss aufgesucht werden. Genau das ist Nachsuche: das systematische Verfolgen der Wundfährte, oft über Stunden, oft bei Nacht, immer mit einem geübten Hund.
Für uns ist Nachsuche keine Option, sondern Pflicht. Wer schießt, muss auch nachsuchen können — sonst wird nicht geschossen. Waidgerecht heißt: Verantwortung übernehmen für jedes Stück, das wir bejagen.
Queeny — unsere Weimaraner-Hündin
Queeny ist Weimaraner — eine Rasse, die für die Nachsuche wie geschaffen ist. Ausdauernd, ruhig, mit ausgezeichneter Nase. Sie geht auch Fährten, die schon Stunden alt sind, hält Kontakt zur Wundfährte auch über Wildwechsel und Bäche und meldet zuverlässig am gefundenen Stück.
In der Ausrüstung trägt sie ein rot-weißes Signalgeschirr mit Reflektoren. Bei nächtlichen Nachsuchen — und die meisten Nachsuchen sind nächtlich — ist das essenziell: Für den Führer, für andere Jäger, für Passanten. Sicherheit hat Vorrang, auch für den Hund.
Ablauf einer Nachsuche
- Anschuss markieren. Nach dem Schuss bleibt der Jäger am Stand, markiert Anschuss und Fluchtrichtung, bestätigt Schuss und Trefferzeichen (Pirschzeichen, Schweiß, Haare).
- Wartezeit einhalten. Je nach Trefferbild wartet man 30 Minuten bis mehrere Stunden — Wild soll sich niederlegen können, nicht in Panik weiterlaufen.
- Queeny am Riemen ansetzen. Am Anschuss aufnehmen lassen, dann konzentriert der Fährte folgen.
- Auffinden und versorgen. Am Stück wird sofort waidgerecht abgefangen, wenn nötig, und das Stück versorgt und zur Wildkammer verbracht.
Warum das für die Qualität wichtig ist
Zuverlässige Nachsuche ist auch ein Qualitätsthema: Je schneller ein Stück aufgefunden und versorgt wird, desto besser bleibt das Wildbret. Verzögerungen führen zu Stress-Wildbret, Blutunterlaufungen und schlechterer Reifung. Mit Queeny kommen wir zügig ans Stück — und das schmeckt man später.
Vom Revier in die Wildkammer
Ist das Wild versorgt, geht es direkt in unsere EU-zugelassene Wildkammer in Drognitz-Lothra. Wir hängen sofort aus, kühlen entsprechend der Vorschriften und beginnen mit der weiteren Verarbeitung erst, wenn das Fleisch die richtige Reife erreicht hat. So bleibt der geschmackliche Charakter des Wildbrets erhalten — feinfaserig beim Reh, kräftig beim Wildschwein, edel beim Hirsch.
Was Sie hier bekommen
- Wildfleisch aus freier Wildbahn — nicht aus dem Gehege, nicht gefüttert, keine Antibiotika.
- Vom Erzeuger direkt — bejagt, zerwirkt und verkauft durch Ingo Kittelmann persönlich.
- EU-zugelassene Verarbeitung — geprüfte Wildkammer, dokumentierte Herkunft.
- Waidgerechte Jagd — Ansprache vor dem Schuss, Nachsuche mit Queeny nach dem Schuss.
- Regional und saisonal — was da ist, ist da; was nicht Saison hat, kommt nicht in den Verkauf.